In der Evangelischen Kirchengemeinde Radolfzell finden derzeit mehrere Veranstaltungen unter dem Thema „Tangozeit“ statt. Am vergangenen Samstag bot ein Tanz-Workshop in der Christuskirche die Möglichkeit, sich mit ein paar Grundzügen des Tango Argentino vertraut zu machen. Am darauffolgenden Sonntag standen Tango-Musik und -Tanz und das, was beides mit der Bibel und dem christlichen Glauben verbindet, im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Die Themenreihe wir abgeschlossen durch zwei Konzerte mit dem JazzChor Radolfzell, in denen die „Misa a Buenos Aires“, auf Deutsch meistens „Tangomesse“ genannt, des argentinischen Komponisten Martín Palmeri zu hören sein wird.

Die Stühle in der Christuskirche Radolfzell waren am vergangenen Samstag zur Seite geräumt, denn die 13 Paare, die am Nachmittag erschienen, kamen nicht zum Singen und Beten, sondern zum Tanzen, genauer gesagt zu einem Tango-Argentino-Workshop. Nur einige der Teilnehmer hatten zuvor schon überhaupt einmal Tanzunterricht genossen. Deshalb begannen die Leiter des Workshops, ADTV-Tanzlehrer Rainer Grummt und Annette Nieweg, mit der (scheinbar) einfachen Übung, im Tango-Rhythmus durch den Raum zu schreiten. Sehr schnell wurde es jedoch anspruchsvoller, und außer dem Grundschritt wurden bald auch die ersten Ochos (Schritte in Form einer Acht) geübt. Nach drei Stunden konnten die Teilnehmer mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, Gehirn und Körper trainiert und ein wenig Ahnung vom Tango Argentino bekommen zu haben.

Im darauffolgenden Sonntagsgottesdienst ließ eine Rundbestuhlung immer noch eine größere Fläche in der Mitte der Kirche frei. Der Gottesdienste stand unter dem Motto „Passion und Leben“ und hatte ebenfalls den Tango zum Thema. „Die Kraft des Tango liegt darin, dass er Schmerz in Energie verwandelt,“ zitierte Kantorin Pia Löb in ihren Erläuterungen zur Tango-Musik. Und damit gibt es mühelos eine gedankliche Verbindung zur Passionszeit, in der wir uns gerade befinden. Pfarrer Christian Link zeigte auf, dass sich viele Themen, die in der Musik des Tango vorkommen, auch in der Bibel finden lassen: Schmerz, Sehnsucht, Liebe, der Wunsch nach Freiheit und Erlösung. Es erklangen mehrere Stücke im Tango-Stil des Komponisten Astor Piazolla, gekonnt dargebracht von Pia Löb (Klavier) und Harald Heine (Violine), und selbst Kirchenlieder der Lutherzeit ließen sich zur Freude der Gottedienst-Besucher durchaus mit einem Tango-Rhythmus verbinden. Gegen Ende des Gottesdienstes durften sich alle dann im Kirchraum auch selber zu einer Tango-Melodie bewegen, jeder so, wie er es konnte und mochte.

Die „Tangozeit“ in der Christuskirche findet ihren Abschluss und Höhepunkt in zwei Konzerten, in denen der JazzChor Radolfzell zusammen mit Solisten unter der Leitung von Pia Löb die „Misa a Buenos Aires“ von Martín Palmeri aufführen wird. Aufführungs-Termine sind Sonntag, 22. April 2018, um 19:30 Uhr in der Christuskirche Radolfzell und Samstag, 28. April 2018, um 17 Uhr in der Lutherkirche Konstanz.

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