Studienfahrt Rom 2006
Auf den Spuren der Apostel Petrus und Paulus
Studienfahrt vom 17. April bis 21. April 2006
14 Gemeindemitglieder entschlossen sich der Einladung das früh-christliche Rom unter der Leitung von Pfarrer Stephan Ramsauer und Frau Traudel Witter anzunehmen. Gleich eines voraus: Keiner hat seine Entscheidung bedauert. Zwei Vorbereitungsabende stimmten uns auf die Studienfahrt ein. Auf der langen Fahrt nach Rom lernten wir uns kennen und fanden Kontakt zueinander.

Auf dem Forum Romanum
Jeder Tag hatte einen Schwerpunkt:
- Kirchentag: Sechs (!) Kirchen werden besichtigt
- Römertag: Forum Romanum, Kaiserforen, Konstantinbogen
das Colosseum ließen wir Colosseum sein auf Grund der langen Wartezeit (über 1 Stunde).
Nachmittags Besuch von 3 Kirchen - Katakombentag
- Tag des Vatikans: Vatikanische Museen mit Besuch der Abteilung der frühchristlichen Sarkophage (das Spezialgebiet und die heimliche Leidenschaft von Pfr. Stephan Ramsauer).Anschließend bummelte jeder auf seine Weise durch die Gänge und Säle, um endlich mit dem Strom der Menschen in die Sixtinische Kapelle geschoben zu werden. achmittags Besuch des Petersplatzes und des Petersdoms
- Altstadt Rom mit Pantheon, Piazza Navona und Campo de Fiori. Nachmittags ein letzter Kirchenbesuch und erneuter Versuch das Colosseum zu besichtigen, doch wieder hätten wir eine lange Wartezeit auf uns nehmen müssen.
Einen Tag möchte ich herausgreifen, da er für meinen Mann und mich besonders beeindruckend war, und aus meinen Tagebuchaufzeichnungen zitieren.

Junius-Bassus Sarkophag im Museum Pio Christiano
Ab 7 Uhr gibt es Frühstück. Sonnenschein!
Bereits um 7.45 Uhr treffen wir uns, um quer durch Rom zur Katakombe San Callisto zu fahren. Ab 9 Uhr bekommen wir von Pater Rainer, Salesianer Mönch, gebürtiger Kölner, eine ausgezeichnete Führung. Aufgelockert, amüsant trägt er vor, während er uns in die Katakomben und durch die Gänge führt. Anschaulich erklärt er die Fresken und die Gräber. Wir sind begeistert.

Gruppe im Museum Pio Christiano
Nach einer kurzen Pause im Hotel fahren wir mit dem Bus in eine uns unbekannte Gegend von Rom, zur Fakultät der Waldenser. Eine junge Archäologin, Frau Dr. Landi, erwartet uns. Im Studierzimmer führt sie uns zusammen mit einem Theologiestudenten in die Geschichte der Katakombe in der Via Latina mit Hilfe von Dias ein. Beides sind Italiener, sprechen jedoch gut Deutsch. Da wir noch Zeit haben bis wir in der Katakombe erwartet werden, besuchen wir die Bibliothek und die Kirche der Waldenser Gemeinde. Hier führt uns der Student und steht unseren Fragen aufgeschlossen gegenüber.
Vorbei an der „Casa Valdese“ gehen wir zur Metro, fahren 12 Stationen und gehen noch etwa 10 Minuten zum Eingang der Katakombe. Ein Italiener erwartet uns. Er hat bereits den Zugang geöffnet und mit einem Geländer gesichert.
Tief hinab, ca. 10 – 12 m steigen wir z. T. auf Orginal-treppen. Wir teilen uns in 2 Gruppen. Eine führt Pfr. Ramsauer, eine Frau Dr. Landi. Wir gehen mit Frau Dr. Landi und werden mit einer Fülle von Informationen, Deutungen, Erklärungen eingedeckt. Im mittleren Teil, der Philosophenkirche, treffen wir die 2. Gruppe und tauschen die Führer. Wir sind beeindruckt, ja begeistert von der Schönheit und dem gut erhaltenen Zustand der Fresken. Erschlagen, erschöpft sind wir von der warmen feuchten Luft und den überreichen Informationen. Zurück am Tageslicht füllen wir die Lungen mit frischer Luft und atmen tief durch. Der Italiener, der uns die gesamte Zeit begleitet hat, deckt den Eingang sorgfältigst mit Metallplatten ab, sogar das Schlüsselloch wird mit einem unscheinbaren Papierknäuel abgedeckt.
Katakombe San Callisto
Die Gruppe beratschlagt über den weitern Verlauf des Spätnachmittags und Abends. Alle haben das Bedürfnis die Kehle von der Katakombenluft zu befreien, außerdem knurren die Mägen. Auf dem Weg zur Metro kommen wir an einer Pizzeria vorbei. Wir kehren ein, essen vorzüglich Bruschetta und Pizza, Gnocci, Lasagne, Salat, was auch immer. Bier und Wein munden vorzüglich. Mit dazu bei trägt das Preisgefüge.
In der Metrostation kommt nur ein Teil unserer Gruppe in den Zug. Die anderen waren zu langsam. Was tun? An der nächsten Station steigen wir aus, warten und schon wieder sind wir beisammen. Wir haben ungemein viel Spaß dabei.
Unsere rüstigen alten Damen sind nicht müde zu bekommen. Sie wollen zum Trevi-Brunnen bei Nacht. Eine kleine Gruppe mit Pfr. Ramsauer fährt in die Altstadt. Die Straßen sind voller Menschen. Das Leben pulsiert, Polizei ist immer präsent und vertreibt die Straßenhändler. Kurze Zeit verweilen wir am Brunnen und lassen uns in der Menge treiben. Da wir nicht wissen, ob in der Metro wie am Abend zuvor Reparaturarbeiten durchgeführt werden, fahren wir mit dem Bus zurück ins Hotel.
Einstieg in die Katakombe Via Latina
Der gute Hirte in der Katakombe San Callisto
Nach erfüllten Tagen kommen wir am Sonntagabend zurück nach Radolfzell um in die neue Woche und den Alltag zu starten.
Margret Sterkel