Neue Kleider für das Gotteshaus 15.5.2008
Autor: CLAUDIA WAGNER

Viel Lob bekamen zwei Gymnasiastinnen am Pfingstsonntag für ihre kreative Arbeit der vergangenen Monate. Margarete Neumüller und Elisabeth Koblitz hatten den Innenraum der Christuskirche im Rahmen eines Wettbewerbs neu gestaltet (der SÜDKURIER berichtete). Jetzt schmücken beispielsweise zwei lange rote Stoffbahnen die Wand hinter dem Altar.
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Durch einen von Steinen gesäumten Weg werden die Gläubigen bis zum Altarraum geführt. Dort war links vom Altar eine Gruppe balancierter Steine und Kerzen aufgebaut - der Radolfzeller Steinekünstler Sepp Bögle hatte die zwei jungen Frauen bei der Gestaltung unterstützt. An der Wand hängen Bilder von verschiedenen Steinmonumenten - beispielsweise vom Holocaust-Mahnmal in Berlin. Hinter einem schwarzen Paravent haben die Schülerinnen einen schlicht gestalteten Gedenkraum mit Kerzen und Steinen eingerichtet.
Entsprechend der Gestaltungsidee hatte Pfarrer Roland Kusterer-Dreikosen für seine Predigt das Thema "die Architektur der Steine" gewählt. Doch nicht nur der Pfarrer zeigte sich vom Einsatz und der Kreativität der beiden Freundinnen beeindruckt:
"Ich finde es eine ganz tolle Idee, überhaupt etwas zu verändern.Auch, den Mut zu haben, das Schwimmbad' schöner zu gestalten. Schön ist, dass es junge Leute sind, die so etwas machen", meinte Ute Baum aus Radolfzell. Sie könne es sich gut vorstellen, dass solche Umgestaltungen mit verschiedenen Ideen öfter stattfinden. |
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"Die Idee ist ganz hervorragend und spricht sicher vielen aus dem Herzen",kommentierte Ursula Vent-Schmidt spontan. "Die Wand wirkt aufgelockert und gut strukturiert, und sie passt zu Pfingsten. Steine als Symbolträger zu nutzen ist toll - ein Stein kann Halt und Schutz geben, aber auch den Tod bringen. Damit steht er für das Leben und die Gegensätze, die es ausmachen." Sie ist der Meinung, dass häufigere Veränderungen der Christuskirche gut tun. "Auch in der Museumsnacht gab es tolle Ideen. Da wurde viel auf den Weg gebracht." |
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Wolfram Vent-Schmidt erinnerte sich an verschiedene Versuche,die Christuskirche umzugestalten. "Ich habe heute zum ersten Mal erfahren, warum die Kirche so gebaut wurde. Das hat seinen Sinn, aber Menschen nehmen eben auch über die Sinne wahr, nicht nur über den Kopf. Die Umgestaltung regt zum Nachdenken an und ist mit recht einfachen Mitteln gemacht - das ist toll." Er findet, dass man Grundlegendes ändern müsste. "Andere Kirchen strahlen eine andere Wärme aus. Ich habe auch den Eindruck, dass die Pflanze, die dort wächst, sich nicht so wohlfühlt." |
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Anna-Janina Dreikosen, war ebenfalls begeistert von der Idee."Die Steine bahnen einen schönen Weg. Das hat etwas sehr Ästhetisches." Auch sie ist der Meinung, dass die Innengestaltung grundlegende Veränderungen braucht. "Vielleicht kann man Teile mit einer hellen Farbe streichen. Ich bin ja eher für radikale Veränderungen. Ich würde die Betonwand hinter dem Altar einreißen und die Wand verglasen. Es muss mehr Licht in die Kirche." |
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Angelika Melchinger empfand es als ermutigend, dass junge Menschensolch ein Projekt anpacken. "Die roten Stoffbahnen sind ein Akzent, weil sie Farbe hineinbringen." Veränderungen in der Innenwirkung der Kirche beobachte sie nicht zum ersten Mal: "Mir scheint auch, dass die Kirche durchaus Wandlungen mitmacht. Immer muss es aber nicht sein, das wäre dann auch zu aufwändig." |

Das Ergebnis der oben geschilderten Ereignisse hat unser Spezialreporter, Herr Stamm, im Bilde festgehalten.
"Ich finde es eine ganz tolle Idee, überhaupt etwas zu verändern.
"Die Idee ist ganz hervorragend und spricht sicher vielen aus dem Herzen",
Wolfram Vent-Schmidt erinnerte sich an verschiedene Versuche,
Anna-Janina Dreikosen, war ebenfalls begeistert von der Idee.
Angelika Melchinger empfand es als ermutigend, dass junge Menschen