Schienerberghütte
Unsere Gemeinde besitzt eine kleine Hütte auf dem Schiener Berg (Höri)
Die Hütte hat einen großen Aufenthaltsraum, eine Küche sowie einen Schlafraum unterm Dach. Bei schönem Wetter kann man im Freien vor der Hütte Bänke aufstellen, vom Vorplatz aus hat man einen herrlichen Ausblick.
Lage der Hütte:
Auf der Südseite des Schienerbergs.
Der Blick von der Hütte reicht über den Untersee zur Reichenau und den gegenüberliegenden Schweizer Bergen.
Für wen ist diese Hütte genau richtig?
Diejenigen die sich unserem Motto anschließen wollen:
Dem Zauber des Einfachen
sich ergeben,
die Abgeschiedenheit
genießen,
die Freiheit zum Verzicht
erfahren und erleben
Die Freude am ursprünglichen und einfachen
Leben und Verzicht auf Komfort ist Voraussetzung.
Für Gruppen, die die Natur suchen und die das Abenteuer erleben wollen
- ohne Stromanschluss
(jedoch Solarstrom für die Beleuchtung, Gasanlage für die Küche, Holzofenheizung)
- keine Betten
(ein Schlafraum unter dem Dach für ISO-Matten und Schlafsack)
- kein fließendes Wasser
( Wasserkanister à 20 l vorhanden; bei längerem Aufenthalt Befüllung eines Wasserwagens möglich)
- Toilettenhäuschen außerhalb der Hütte
Wie groß darf die Gruppe sein?
Zur Übernachtung max. 15 Personen.
Benutzungsgebühr:
Die Mietkosten für Hüttenbelegung einschl. Übernachtung (24 Stunden) betragen:
€ 40,00 bis Belegung von 5 Personen
€ 60,00 bis Belegung von 10 Personen
€ 80,00 für die volle Belegung
bei Tagesbelegung ohne Übernachtung ½ Preis.
Zusätzlich Hüttenwartgebühr:
€ 25,00 für obligatorische Hüttenkontrolle und
€ 10,00/Std. für evtl. notwendig werdende Arbeiten wie z.B. Reinigung (auch Gelände)
Die Wegbeschreibung
Von Radolfzell nach Moos (Richtung Stein am Rhein / CH) nach Bankholzen/Schienen abzweigen. In Schienen in der Ortsmitte Richtung Wangen hinter der Kirche vorbei fahren. Am WIESHOF (dort können auch Wasser, Eier etc. besorgt werden) vorbei bis zur Kreuzung Wangen/Oberbühlhof. Rechts abbiegen
und am Oberbühlhof vorbei bis zur nächsten Kreuzung nach rechts und sofort nach links der Baum-Allee entlang bis zum Ende.
Vor dem Lattenzaun sind Parkmöglichkeiten.
Bitte nicht auf den umliegenden Wiesen/Feldern parken.
Die Hütte liegt unterhalb des Parkplatzes.
Wir wünschen eine gute Anreise
und einen erholsamen Aufenthalt.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Pfarramt. Anmeldungen per mail an pohl(at)christuskirche-radolfzell.de oder telefonisch unter 07732 /2014.
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Bericht eines passionierten Besuchers unserer Schienerberg - Hütte:
Die Erholung fängt schon mit dem Packen an.
Endlich: Ich fahre mal wieder auf die Hütte am Schienerberg. Das Packen geht fast wie von selbst; ich stelle mir einfach vor, dass ich schon oben bin, und so ergibt sich eine innere Checkliste: Wasserkanister, Nahrungsmittel, Anfeuerholz (falls kein trockenes da ist), Schlafsack, Isomatte, Taschenlampe, Literatur, Wanderschuhe, Werkzeug...
Diese Hütte ist so einzigartig und wertvoll, dass ich gerne einen kleinen Beitrag zu ihrem Bestand leisten will. Und so habe ich meist meinen ganzen Werkzeugkasten nebst Akkuschrauber und Motorsäge mit dabei.
Manchmal sind es nur Kleinigkeiten: Klemmende oder klapprige Riegel an den Fenstern usw., doch ist man "aufgeschmissen", wenn vor Ort dann doch ein wichtiges Ersatzteil fehlt. Also noch schnell bei Obi vorbeifahren und einen Satz Riegel mit passenden Unterlegscheiben besorgen...
Meist habe ich auch meinen Anhänger im Schlepptau und halte beim Hochfahren Ausschau nach herumliegendem "Fallholz", das sonst niemand mehr will. Mit der Motorsäge ist der Anhänger schnell voll geladen, so dass der neu gebaute Holzschopf schon bis zur Hälfte mit Brennholz für den Winter bestückt ist.
Die letzten Kilometer sind dann Genuss pur: Noch ein kurzer Zwischenstopp beim Bauern: Ich kaufe lieber hier meine Äpfel und was er sonst gerade im Angebot hat, anstatt mein Geld im Supermarkt für umweltschädliche Verteilungswege auszugeben; und für einen kurzen Schwatz haben wir immer noch die Zeit..
Dann beim Oberbühlhof rechts ab, die Pappelallee entlang, die Sorgen des Alltags liegen längst hinter mir, den Hohlweg zur Hütte hinunter und erst mal ankommen: Ein paar Minuten nur dastehen: Auf dem Gras vor dem alten Zaun, den Blick hinunter ins Tal, die Stille wahrnehmen, die frische Luft bewusst einatmen, die Farben auf mich wirken lassen, die Schweizer Berge oder den Rhein in mich aufnehmen, einfach nur da sein... Eine bessere Erholung kann ich mir gar nicht vorstellen.
Dann verschaffe ich mir einen kurzen Überblick, was so alles zu tun ist: Das frisch eingepflanzte Gras (auf der deplazierten Feuerstelle) ist leider nicht angewachsen; die Bodenplatten vor dem Eingang wurden durch schönere ersetzt; in der Küche ist der neue Oberschrank wieder demontiert worden: Er war viel zu nahe an der Gaslampe angebracht gewesen. Mit der Motorsäge schneide ich das obere Abschlussbrett soweit aus, dass ein guter Sicherheitsabstand zur Lampe resultiert. Die Montage des Schranks ist alleine recht mühsam, gelingt dann aber ganz gut unter Zuhilfenahme einiger Töpfe als Unterlegmaterial. Die Eingangstüre schließt nach wie vor nicht richtig: Mit Akkuschrauber und Schleifstein wird der Ausschnitt im Schließblech so weit vergrößert, dass der Schließkeil der Türe wieder hineinpasst.
Langsam wird es kalt und damit Zeit für ein Feuer im Kaminofen. Alleine schon das Dasitzen und Betrachten der Flammen tut einfach nur gut. Dankbarkeit kommt in mir auf. Dankbarkeit für alle, die diesen Ort mit ihrem Engagement und an ihrem Platz erhalten.
Zeit für einen heißen Tee. Ich genieße ihn in Ruhe und Achtsamkeit, nehme jeden Schluck mit Bedacht. Hier oben braucht es keine Hektik. Kraft auftanken und zur inneren Mitte kommen heißt die Devise. Auf dem Herd wartet ein leckerer Eintopf auf die Gäste, die bald hier eintreffen werden. Es wird eine menschliche Runde sein hier oben: fröhlich und leicht, ernst und tiefsinnig, heiter und gelassen, ein Geben und Nehmen in Gemeinschaft...
Dafür allen noch einmal: Herzlichen Dank!
Walter Hofmann



