Die Christuskirche war – natürlich unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln – gut gefüllt, als Pfarrer Christian Link und Veronika Conz, Vorsitzende des Kirchengemeinderats, die Anwesenden zur Gemeindeversammlung begrüßten. Das rege Interesse war sicherlich dem Hauptthema der Versammlung zu verdanken, nämlich Information und Gespräch über die große Kirchenrenovierung, die immer konkretere Formen annimmt. Zu Beginn musste jedoch noch ein Amt besetzt werden: Der oder die neue Vorsitzende der Gemeindeversammlung war zu wählen. Dankenswerterweise erklärte sich Norbert Steiner als Kandidat bereit und wurde ebenso einstimmig gewählt wie anschließend Gerhard Meiser als sein Stellvertreter. Norbert Steiner wird nun in Zukunft die Gemeindeversammlungen einberufen und leiten, und er darf als beratendes Mitglied an den Kirchengemeinderats-Sitzungen teilnehmen.

Zum wesentlichen Thema dieser Versammlung berichtete Kirchengemeinderats-Mitglied Armin Kehl in erfrischend mitreißender Art über die Geschichte und die weiteren Planungen bei der Kirchenrenovierung, für die die Begriffe Generalsanierung und Umgestaltung sicherlich besser zutreffen. Im Jahre 2011 hatte der damalige Kirchengemeinderat das große Vorhaben unter dem Motto „freundlicher, heller, wärmer“ auf den Weg gebracht. Der Kirchengemeinderat, der von 2014 bis 2019 im Amt war, trieb die Planungen einschließlich des Finanzierungsplans so weit voran, dass im Oktober 2019 das Baugesuch eingereicht werden konnte. Der aktuelle Kirchengemeinderat, der seit Anfang 2020 im Amt ist, darf nun die Planungen weiterführen und umsetzen. Ein Schwerpunkt ist aktuell die Gestaltung des Altarraums, für die im Mai 2020 in einem Kunstwettbewerb die Kunstwerkstatt Lutzenberger und Lutzenberger als Sieger hervor ging. Am 17. Januar 2021 soll in der Christuskirche der letzte Gottesdienst stattfinden, bevor im selben Monat der Bauzaun errichtet wird. Für den Advent 2022, also nach knapp zwei Jahren Bauzeit, ist die Einweihung der „neuen“ Christuskirche geplant.

Im nächsten Tagesordnungspunkt berichtete Hendrika Thoma, ebenfalls Mitglied im Kirchengemeinderat, über den Finanzierungsplan, den erreichten Stand beim notwendigen Eigenanteil und über Fundraising-Aktionen. Der Finanzierungplan geht von 3,6 Millionen Euro Kosten aus. Erfreulicherweise wird der im Plan geforderte Eigenanteil von 720.000 Euro, zu dem auch zugesagte Zuschüsse der Stadt Radolfzell und der Werner und Erika Messmer Stiftung gerechnet werden können, durch viele Spenden und Erlöse aus Fundraising-Aktionen schon übertroffen. Allein im Jahr 2019 betrugen diese Einnahmen mehr als 48.000 Euro. Aktionen, die dazu beigetragen haben, waren die Talente-Aktion, die Orgelnacht und ein Benefizkonzert, Beteiligung an der Kulturnacht, Schachtel- und Linzertortenverkauf und Adventsaktionen.

Für die folgende lebhafte Fragerunde übernahm nun Norbert Steiner die Moderation. Eine Reihe von Fragen und Anmerkungen betraf die Gestaltung des Altarbereichs. Die Fragen wurden, so gut es aktuell ging, von Pfarrer Christian Link und den anwesenden Mitgliedern des Kirchengemeinderats beantwortet. Details zu diesen Planungen werden jedoch erst in den kommenden Monaten entschieden. Auf die Frage, in welche Räume wir während der Bauzeit ausweichen, hatte Christian Link immerhin für die wichtigste regelmäßige Veranstaltung eine positive Antwort: Sonntags-Gottesdienste werden in St. Meinrad um 9:30 Uhr stattfinden. Einige Gruppen-Treffen und Veranstaltungen können in den Jugendräumen und im Turnraum des Kindergartens durchgeführt werden. Für manche Gruppen und Aktivitäten wird jedoch noch gesucht. Speziell ist unklar, wo die Chöre proben können. Kantorin Pia Löb ist hier für Hinweise zu bestehenden Möglichkeiten dankbar.

Nach der Fragerunde stellten sich unser neuer Pfarrer (im Probedienst) Alexander Philipp und unsere neue Diakonin Petra Ehrminger noch einmal der Gemeinde vor. Unter „Verschiedenes“ dankte Christian Link den Mitgliedern des Kirchengemeinderats für ihren großen Einsatz bei den enorm vielen Aufgaben, die aktuell zu bewältigen sind, und Kantorin Pia Löb, die in der Corona-Zeit bezüglich Kirchenmusik ganz neue Herausforderungen zu bewältigen hat. Er äußerte seine Freude darüber, dass die zweite Pfarrstelle und die Diakonenstelle endlich wieder besetzt sind, und dass in der Gemeinde immer häufiger nicht mehr von Bauzaun und Bauzeit und den damit verbundenen Einschränkungen gesprochen wird, sondern von den Vorstellungen und Ideen, was alles in der schönen neuen Kirche passieren wird. Pfarrer Alexander Philipp beendete schließlich die Versammlung mit Gebet und Segen.

Ulrich Schmidt

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