Ende Oktober 2020 war ein Auditor der EMAS vor Ort und unterzog unser Umweltmanagement-System einer Kontrolle. Er befand es in Ordnung. 

Damit darf sich die Gemeinde bezüglich ihrer Liegenschaften und deren Nutzung darüber freuen, dass sie für die nächsten vier Jahre weiter nach den EMAS- und den Grünen Gockel-Richtlinien zertifiziert ist. Die dazu gehörige Umwelterklärung 2020 finden Sie hier.

Die obige Grafik zeigt deutlich, warum es sich auch energetisch lohnt, die Kirche und das Gemeindehaus nach dem Stand heutiger Technik neu zu isolieren und mit neuer Heizungstechnik zu versehen, wie das ja geplant ist.

Mit der bevorstehenden Kirchenrenovierung wird u.a.

  • eine Einsparung an Heizenergie nach vollständigem Abschluss der Umbaumaßnahmen um mindestens 15% im Vergleich zum Jahr 2019 und
  • eine deutlich mehr an Umweltaspekten orientierte Planung der Außenanlagen

als bisher angestrebt. Die bereits praktizierten Maßnahmen zur Müllvermeidung, Öffentlichkeitsarbeit usw. sollen fortgesetzt bzw. intensiviert werden. 

In Folge der Kirchenrenovierung, die Anfang 2021 beginnen soll, und der Pandemie-bedingten Einschränkungen der Gemeindearbeit ab März 2020 dürften die nächsten 2 - 3 Jahre zu atypischen Statistiken bei den Verbräuchen von Strom, Wasser und Heizungsenergie führen: Es wird Baustellenbetrieb herrschen. Ein Teil des Gemeindelebens muss anders organisiert werden als bisher. Erst nach Abschluss der geplanten Maßnahmen (ca. Ende 2022) lässt sich ein Vergleich mit den Vorjahreszahlen bis einschließlich 2019 sinnvoll wieder aufnehmen. Davon unberührt sind der Kindergarten und das Pfarramt.

Ende Oktober 2020 steht die Re-Validierung unseres Umweltmanagementsysteme an. Gelegenheit, eine Bilanz über die bisher erreichten Ziele zu präsentieren:

Energieaufwand

2016 wurden 193.926,00 kWh für Heizung aufgewendet, 2019 waren es nur noch 168.679,00 kWh (vgl. Kap. 8.1 der Umwelterklärung). Dies entspricht einer Verminderung von 25.247 kWh, also von ca. 13% bezogen auf den Verbrauch von 2016 entspricht. Das selbstgesetzte 5%-Ziel wurde also deutlich übertroffen.

Naturschutz

2019 wurde der Kindergarten von der Stiftung für Artenschutz in Franken für ein Wildbienenprojekt mit den Kindern ausgewählt, finanziert von der deutschen Postcode-Lotterie. Seitdem steht in unserem Außenbereich eine große Wildbienenwand und ein Hochbeet mit „Wildbienenfutter“. Im Zusammenhang damit wurden auch heimische / Insekten-freundliche Pflanzen gesetzt, die auch von den Insekten gerne besucht werden. Eine weitergehende Umgestaltung des Außengeländes wird erst im Zuge der Kirchenrenovierung 2021ff. geplant und durchgeführt.

Abfallverringerung

Mehrweg-Geschirr ist bei allen Veranstaltungen nun selbstverständlich. Papier wird lokal beschafft. Es wird im Regelfall wo möglich doppelseitig bedruckt. Fehldrucke werden als Schmierpapier verwendet. Es wird ausschließlich Recycling-Papier (mit dem „blauen Engel“-Zertifikat) eingesetzt. Vermehrt werden elektronische Medien genutzt. Z. Bsp. ist die ge- samte Dokumentation unseres Umweltmanagement-Systems inzwischen in einer Cloud der Landeskirche archiviert. Die Abfalltrennung wird sporadisch geprüft. Allerdings sind hier noch weitere Verbesserungen möglich, was wir eher als eine Aufklärungs- / Motivations- denn eine Organisationsaufgabe ansehen.

Ökologisch und regional Einkaufen

Diverse Büro- und Reinigungs-Artikel werden über die landeskirchliche Einkaufsgemeinschaft wir-kaufen-anders.de bezogen. Das stellt einen Zielkonflikt damit dar, dass wir lokale Händler bevorzugen möchten, wo das geht. Existierendes ökologisches Verhalten (z.B. Mehrweg-Verpackung) beizubehalten verfolgen wir weiter als Ziel.

Umweltziele kommunizieren (intern) / Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit

Wir haben eine Rubrik „Grüner Gockel“ auf der Webseite der Gemeinde eingerichtet und versuchen darüber, unsere Arbeit der (Gemeinde-)Öffentlichkeit zu präsentieren und Impulse zum ökologischen Verhalten in der Gemeinde aber auch im persönlichen Konsumverhalten zu setzen. In etlichen Gemeindebriefen war jeweils ein Beitrag zu einem ökologischen Thema passend zum Rahmenthema des Heftes, z. Bsp. Über „Zeit-Ökologie“. Einige Gruppen der Gemeinde (z. Bsp. der Kindergarten) haben an städtischen Umweltaktionen (z.B. Stadtputzete, Fahrradbörse) mehrfach teilgenommen und eigene Gebrauchtkleider- und Gebrauchspielzeug-Börsen veranstaltet. Das Umweltteam propagierte jährlich in der Fastenzeit die Aktion „Klima-Fasten“

 
Soviel Fallobst: Zu schade zum Liegenlassen! Die Idee des Gründen-Gockel-Teams: Mosten!
   
Das heißt: Sammeln,... ... Zuschneiden,...
   
 ... Häckseln,...  ... Pressen,..
   
 ... Abfüllen und Genießen,...

 ... und die Reste auf den Kompost.

Eine Aktion des Umweltteams der Gemeinde am 12. Okt. 2019 in Möggingen

 

Die derzeit Aktiven im Umwelt-Team:

vlnr: A. Junker, A. Schneckenburger, T. Klotz, C. Link, M. Lange und W. Stegmaier. Nicht auf dem Bild: M. Nicke-Fülöp.

Ein saftiges Steak, ein neues T-Shirt, eine große Wohnung und ein schickes Auto – durch unsere Art zu leben verbrauchen wir Ressourcen. Die Erde stellt sie nur in begrenzter Menge zur Verfügung und die Menschheit verbraucht aktuell mehr, als die Ökosysteme nachliefern. Unser ökologischer Fußabdruck ist also größer, als die Erde dauerhaft vertragen kann.

In den Jahren 2016 bis 2018 zeigen die Energie-Verbrauchsstatistiken erste positive Trends - dank der besonnenen Nutzung der Gemeindeglieder:

Weitere Details dazu finden Sie hier.

Nach den Regeln des Grünen Gockels (und EMAS) ist die Gemeinde angehalten, jährlich eine Umwelterklärung zu erstellen und zu veröffentlichen. Die bislang publizierten Dokumente finden Sie hier:

 

Bei strahlendem Sonnenschein feierten wir Erntedank auf dem Dürrenhof. "Die Schöpfung loben" hießt das Thema. Das Grüne Gockel Team hatte alles vorbereitet. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Auto oder dem Shuttle Service waren über 120 Menschen gekommen, um zu hören, wie Natur, Umwelt und Schöpfung bewahrt werden können. Im Anschluss an den Gottesdienst, in dem der Posaunenchor spielte, gab es schon einmal Kulturwürste.

"Herzliche Grüße vom Landesbischof" gab der landeskirchliche Beauftragte für Umwelt Andre Witthoeft-Mühlmann die Grüße aus Karlsruhe weiter. Und nicht nur Grüße gab es am Sonntag Palmarum im Gottesdienst, sondern auch zahlreiche Urkunden, Schilder und Zertifikate. Fast zwei Jahre hat es gedauert, vom ersten Treffen des Umweltteams bis zur Zertifizierung. Aber nun ist die Evang. Kirchengemeinde Radolfzell "Grüne Gockel" Gemeinde und darf sich mit dem EMAS Zertifikat schmücken. 

Auf dem Foto: Susanne Rentel (Kindergarten), Andre Witthoeft-Mühlmann (Landeskirche), Timm Klotz (Leiter des Umweltteams), Christian Link (Pfarrer), Matthias Lange, Silke Wissel (Umweltteam).

Anschrift

Evangelisches Pfarramt Radolfzell
Brühlstr. 3
78315 Radolfzell

Tel. 07732-2014
Fax 07732-2461

christuskirche.radolfzell
@kbz.ekiba.de

Sparkasse Hegau-Bodensee
IBAN: DE30 6925 0035 0004 0027 70
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Öffnungszeiten Pfarramt

 

Spende Kirchenrenovation

 

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